×

Fehler

[sigplus] Kritischer Fehler: Nicht genug Speicher vorhanden um den gewünschten Vorgang an root/images/sampledata/ODB/Deichroute/1/stationen_14_20.png zu ermöglichen. Es werden 1017858 bytes benötigt, es sind aber lediglich -10485760 bytes vorhanden.

150 Jahre Erfahrung und Wissen für den Deichschutz von morgen

In der Wesermarsch waren Deiche schon immer lebenswichtig. Und es gab seit jeher Menschen, deren Aufgabe es war, auf die Deiche zu achten. Residierte schon im 17. Jahrhundert ein Deichgraf auf Gut Neuenhuntorf bei Berne, mündeten die wachsenden Aufgaben des Deichschutzes im 19. Jahrhundert in den I. Oldenburgischen Deichband. Als Deichgenossenschaft durch die Deichordnung für das Herzogtum Oldenburg vom 8. Juni 1855 (ODO, Art. 14) gegründet, nahm er am 1. Januar 1856 seine Arbeit auf. Den Vorsitz hatte von nun an der Amtmann (ab 1880: Amtshauptmann) des Gebietes inne, für den der Deichband zuständig war.

Seit 1939 werden die Organe des Deichbandes nach den Bestimmungen der Ersten Wasserverbandverordnung von 1937 und seit 1991 nach denen des Wasserverbandsgesetzes gebildet. Statt dem Amtmann steht heute ein vom Vorstand vorgeschlagenes, vom Verbandsausschuss gewähltes und von der Aufsichtsbehörde berufenes Mitglied des Deichbandes an seiner Spitze.

Falls Sie wissen möchten, wer wann dem Deichband vorstand, verweisen wir auf den Artikel Vorsteher des I. Oldenburgischen Deichbandes seit 1856. Welche Bedeutung dem Deichschutz zukommt, wird besonders deutlich, wenn man sich Bilder vergangener Sturmfluten ansieht, so z.B. im Artikel Die Sturmflut von 1962.

 

Gemeinsame Sache von Bund, Land und Region

Ohne Geld geht es nicht. So zahlen alle Verbandsmitglieder Beiträge, deren Höhe sich nach dem Einheitswert von Grundstücken und Gebäuden richtet. Der Eigentümer eines Grundstücks mit Haus im Verbandsgebiet hat pro Jahr 0,8 Promille des Einheitswertes zu zahlen. Für ein normales Einfamilienhaus sind das etwa 20 Euro im Jahr. Insgesamt kommen so rund eine Million Euro im Jahr zusammen, die überwiegend für die Deichunterhaltung ausgegeben werden.

Die Finanzierung von Deicherhöhungen und –verstärkungen im Rahmen des Küstenschutzprogrammes wird über einen außerordentlichen Haushalt geregelt und zur Zeit zu 70% vom Bund und zu 30% vom Land Niedersachsen finanziert. Im Artikel 91a (1) des Grundgesetzes ist die Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes festgeschrieben. Danach werden u. a. die Kosten von Deicherhöhungen mindestens zur Hälfte vom Bund getragen. Die im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe bereitgestellten Mittel orientieren sich am Bedarf und schwanken somit jährlich. Die Mittel sind meist knapp bemessen, so dass stets nur die dringlichen Küstenschutzvorhaben in Angriff genommen werden können.

[sigplus] Kritischer Fehler: Nicht genug Speicher vorhanden um den gewünschten Vorgang an root/images/sampledata/ODB/Deichroute/1/stationen_14_20.png zu ermöglichen. Es werden 1017858 bytes benötigt, es sind aber lediglich -10485760 bytes vorhanden.

Das von drei Seiten durch Wasser bedrohte Land – im  Norden die Hunte, im Osten die Weser und im Süden die Ochtum – ist das Verbandsgebiet des I. Oldenburgischen Deichbandes, dessen zentrale Aufgabe darin besteht, durch Deichschutz für ein sicheres Leben in dieser von Flussspaltungen geprägten Niederungslandschaft zu sorgen. In diesem Zusammenhang hat der Verband nun mit Unterstützung durch zahlreiche Kooperationspartner (Gemeinden, Landkreise, Städte und Kirchengemeinden im Verbandsgebiet) eine Radroute entlang der Deiche ausgearbeitet, die zu 25 verschiedenen Plätzen führt. An diesen Orten finden sich Schautafeln mit Informationen über die Arbeit des Deichbandes und in vielen Fällen auch besondere Sehenswürdigkeiten.

In ihrer Ausgabe vom 18.05.2013 berichtete auch die Nordwest-Zeitung Oldenburg über die neue Deichroute; den entsprechenden Artikel finden Sie hier.

Land zwischen Sturmflut und Oberwasser

Erleben Sie 1000 Jahre altes Kulturland entlang der Deichlinie von Oldenburg bis Hasbergen! Sie durchqueren dabei einen rein landwirtschaftlich geprägten Bereich neben der Seeschifffahrtsstraße Hunte, eine an den Deich angelehnte historische Siedlungsreihe, in der die Zeit stehengeblieben zu sein scheint, im Wechsel mit modernen Werften und Industriebetrieben an der Großschiffahrtsstraße Weser.

Übersichtskarten

Station 1 – Tweelbäker See

Aus einer Sandentnahme für den Autobahnbau entstand das Hochwasserrückhaltebecken Tweelbäker See auf der Grenze zwischen Oldenburg und Hude. Es ist heute ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Station 2 – Klambecker Brücke

Vom Tweelbäker See führt der Weg zunächst durch einen landwirtschaftlich geprägten Teil der Stadt Oldenburg, dann über den Sandweg und am Drielaker Kanal und Drielaker See vorbei zur Klambecker Brücke, wo der Drielaker und Hemmelsbäker Kanal in die Hunte münden.

Station 3 – Iprump

Der Weg nach Iprump führt an Blankenburg vorbei, ein aus dem 13. Jahrhundert stammendes Dominikanerinnenkloster. In Iprump war ein Entwässerungssiel für die Blankenburger Mark. Genießen Sie die Aussicht von der Info-Station!

Station 4 – Ersatzpolder Holle-Oberhausen

Hohes Oberwasser wird zum Schutz der Stadt Oldenburg in seit 1927 gesetzlich festgelegten, durch Deiche begrenzten Hochwasseraufnahmepolder gespeichert. Der Ersatzpolder Holle-Oberhausen ist Teil dieses Systems.

Station 5 – Deichschäferei Holle

Schafe sind heute nicht mehr von den Deichen wegzudenken. Der I. Olden- burgische Deichband stellt den privatwirtschaftlich tätigen Schäfern Wirtschaftsgebäude zur Verfügung. Für die Huntedeiche ist das die Schäferei Holle.

Station 6 – Schöpfwerk Holle

Das Holler oder Wüstenlander Siel und Schöpfwerk ersetzt zwei Siele: das früher 1,5 km weiter unterstrom gelegene Holler Siel und das in Iprump für die Blankenburger Mark. Im Schöpfwerk erinnert ein Sgraffito von Professor W. Tegtmeier an Anton Günther von Münnich, erster Deichgraf für das gesamte Oldenburger Land.

Station 7 – Ausgleichsfläche Holle-Ost

Im Bereich der 1846 abgedeichten Bäkerhörne wurden anlässlich der letzten Hunteanpassung Seitengewässer geschaffen, um den ausbaubedingten Eingriff in Natur und Landschaft zu kompensieren. Damit wurde ein dem ursprünglichen Huntelauf entsprechender Lebensraum geschaffen, der insbesondere seltene Vogelarten anzieht

Station 8 – Gut Neuenhuntorf

Neuenhuntorf wurde im 14. Jahrhundert am Ufer der Hunte für das zwei Kilometer weiter südlich gelegene „Huntorp“ gegründet, um sich der Zehntpflicht gegenüber dem Kloster Hude zu entledigen.

Stationen 9 – Familiengruft von Münnich

Neuenhuntorf war Sitz der Familie von Münnich. An diese Familie erinnern das Gutshaus, der Grabkeller neben der Kirche und links der Zufahrt zur St. Marien-Kirche das Gutsverwaltergebäude, ein Niedersächsisches Hallenhaus mit originalem Fachwerk. Der Spruchbalken im Giebelfachwerk trägt die Jahreszahl 1687 und die Namen des Deichgrafen Anton Günter Münnich und seiner Ehefrau Sophia Catrina, geb. Ötken.

Station 10 – Huntebrück

Auf dem Weg nach Huntebrück liegt im Deich das 1933 erbaute Neuenhuntorfer Siel, das zwei alte Siele ersetzt. Die Plattform auf dem Deich in Huntebrück lädt zur Rast ein und ermöglicht den Blick auf die Seeschifffahrtsstraße Hunte und die Hubbrücke.

Station 11 – Lichtenberger Siel

Der Standort des Lichtenberger Siels und Mündungsschöpfwerks für die Ollen lag bis 1893 im Lichtenberger Bogen auf der Moorriemer Seite der Hunte. Bis 1896 wurde die Hunte zwischen Oldenburg und Elsfleth an insgesamt 19 Stellen begradigt, um das Wasser schneller zur Weser abzuführen.

Station 12 – Berne-Ohrt

Zwischen Lichtenberger Siel und Ohrt liegt das Wurtendorf Wehrder. Weil die acht Bauernstellen, Baue genannt, ursprünglich alle herrschaftlich waren, wird es 1415 in einer Urkunde als „Gravenwerder“ erwähnt. Auf dem Deich in Ohrt bietet sich ein Blick auf die Weser als typischen Flachlandfluss mit Platen und Sänden.

Station 13 – Deichschäferei Piependamm

In Piependamm befindet sich eine weitere Deichschäferei des I. Oldenburgischen Deichbandes. Nach der Sturmflut 1962 setzte sich die Erkenntnis durch, dass die Grasnarbe entscheidend für die Deichsicherheit ist. Deshalb wurde die einseitige Mähnutzung durch das regelmäßige Abweiden mit Schafen ersetzt, um eine feste, dichte Grasnarbe zu schaffen und den Deich durch den Tritt der Hufe zu festigen.

Station 14 – Piependammer Siel

Piependamm gehört zur Bauerschaft Weserdeich in der Gemeinde Berne. Der Ziegeleiweg erinnert an eine frühere Ziegelei. Es wohnten hier überwiegend Köter und nur wenige Landköter (Nebenerwerbslandwirte). Von dem 1769 errichteten Siel ist die Brüstungsmauer des Binnenhaupts erhalten.

Station 15 – Ruschsand

Nach dem II. Weltkrieg wurde der Deich von Ohrt bis zur Juliusplate bereits zweimal erhöht, und ein weiterer Ausbau steht an. Das hierfür und für weitere Deichausbauten benötigte Deichbaumaterial, der Klei, soll auf dem Ruschsand gewonnen werden. Durch den Bodenabbau wird sich entsprechend dem naturschutzfachlichen Leitbild wieder eine natürliche Gewässermorphologie mit Flusswatten, Süßwasserröhrichten und Weidengebüsch einstellen.

Station 16 – Rastplatz B 74

An der B 74 ist vor dem Deich ein Rastplatz eingerichtet. Hinter dem Deich liegt die Juliusplate, eine ehemalige Flussinsel, heute Naturschutzgebiet, auf der jedes Jahr im April und Mai die Schachbrettblume in voller Blüte steht.

Station 17 – Warflether Kirche

Auf der Deichbinnenberme führt ein vom Landkreis Wesermarsch neu angelegter Radweg nach Warfleth. Vom Deich vor der historischen Schifferkirche in Warfleth hat man eine beeindruckende Sicht auf den mit dichtem Röhricht eingerahmten Warflether Arm. Die davor liegende Halbinsel Warflether Sand ist von Süden zugänglich.

Station 18 – Deichschaart Motzen

In Motzen befindet sich hinter dem Stedinger Siel mit Schöpfwerk direkt neben dem Deichschaart eine Plattform, auf der Bronzetafeln angebracht sind. Diese und die folgenden in Bardenfleth weserseitig des Deiches informieren über die Gefährdung durch Sturmfluten, den Küstenschutz, den Deich- und Sielbau sowie die „Weserkorrektion“.

Station 19 – Plateau Bardenfleth

Der Sturmflutmast in Bardenfleth, der die Entwicklung der Sturmflutwasserstände zeigt, weist den Weg zu den Tafeln. Der Radweg verläuft dann weiter auf der Deichkappe mit Blick hinüber auf den Ritzenbütteler Sand und ein Pilgerkreuz.

Station 20 – Ritzenbütteler Sand

In Ritzenbüttel liegt binnendeichs die bei einem Deichbruch 1566 entstandene große Brake. Der Ritzenbütteler Sand ist im Zuge der Weserausbauten durch Zusammenschluss mehrerer Sände und Platen entstanden. Jetzt entsteht hier ein Freizeitgelände.

Station 21 – „Weitblick“

Auf dem Weg zum Aussichtsturm „Weitblick“ führt der Weg entlang der Wohnsiedlung, der Lürssen-Werft und der Werft Abeking & Rasmussen. Diese Bebauung liegt zwischen dem Deich und einer vorgezogenen Hochwasserschutzlinie entlang der Weser. An der Weser, vor der Rasmussenstraße, erinnert die aus dem Projekt „Unsichtbare Sehenswürdigkeiten“ errichtete Installation „Walfang und Schiffbau“ an die große Tradition dieser Erwerbsquellen.

Station 22 – Ochtumsperrwerk

Der Weg zum Ochtumsperrwerk führt entlang der Weser außendeichs des Industriegeländes, wo sich früher ein Flugzeugwerk mit Werksflughafen befand. Der Hafen vor dem Sperrwerk wurde an das Industriegelände angeschlossen und für den Transport von Rotorblättern, die nicht mehr auf der Straße transportiert werden können, hergerichtet.

Station 23 – „Salzhafen“

Der kurvenreiche Ochtumdeich und die zahlreichen Braken zwischen Altenesch und Hasbergen sind Zeugnisse des ständigen Kampfs gegen die Flut. In Deichhausen führt der Deichbogen um eine frühere außendeichs gelegene Brake. Hier befand sich der „Salzhafen“ mit Anschluss an die Ochtum. Dieser Hafen war für mehr als 100 Jahre ein für Delmenhorst bedeutender Umschlagplatz.

Station 24 – Hasbergen, Wassermühle

Hasbergen liegt auf der Vorgeest vor dem Stedinger Deich. Der Mühlenstau verdeutlicht die Lage und die Sturmflutmarke an der Kirchhofsmauer die Bedrohung durch die Flut.

Station 25 – Hasbergen, Kirche

Die Hasberger Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie immer wieder durch Hochwasser und Wellen beschädigt. Mit der Inbetriebnahme des Ochtumsperrwerks am 1. Oktober 1979 ist Hasbergen vor Hochwasser sicher.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen