Vorsteher des I. Oldenburgischen Deichbandes seit 1856

1855 bis 1879: Amtmann des Amtes Berne

  • Wilhelm Steche, 1855 bis 1858
  • Karl Steche, 1859 bis 1874
  • Hermann Propping, 1875 bis 1879

1880 bis 1932: Amtshauptmann des Amtes Elsfleth

  • Karl Dugend, 1880 bis 1884
  • Heinrich Huchting, 1885 bis 1913
  • Ahlhorn, 1914 bis 1920
  • Willms, 1921 bis 1932

1933 bis April 1939: Amtshauptmann des Amtes Wesermarsch

  • Günther Middendorf, 1933 bis Juni 1936
  • Hans Carstens (als Stellvertreter), Juli 1936 bis März 1937
  • Hermann Ott, April 1937 bis Juni 1937
  • Hans Carstens, Juli 1937 bis April 1939

Mai 1939 bis heute:

  • Bauer Hans Lürssen, Schlüte, 1939 bis 1945
  • Bauer Richard Kücken, Motzen, 1945 bis 1958
  • Bauer Hermann Wardenburg, Neuenhuntorf, 1958 bis 1967
  • Bauer Friedrich Hespe, Wehrder, 1968 bis 1982
  • Bauer Gerd Wichmann, Neuenhuntorf, 1982 bis 2001
  • Bauer Christel Bohn, Braake, 2001 bis 2009
  • Bauer Cord Hartjen, 2009 bis heute

150 Jahre Erfahrung und Wissen für den Deichschutz von morgen

In der Wesermarsch waren Deiche schon immer lebenswichtig. Und es gab seit jeher Menschen, deren Aufgabe es war, auf die Deiche zu achten. Residierte schon im 17. Jahrhundert ein Deichgraf auf Gut Neuenhuntorf bei Berne, mündeten die wachsenden Aufgaben des Deichschutzes im 19. Jahrhundert in den I. Oldenburgischen Deichband. Als Deichgenossenschaft durch die Deichordnung für das Herzogtum Oldenburg vom 8. Juni 1855 (ODO, Art. 14) gegründet, nahm er am 1. Januar 1856 seine Arbeit auf. Den Vorsitz hatte von nun an der Amtmann (ab 1880: Amtshauptmann) des Gebietes inne, für den der Deichband zuständig war.

Seit 1939 werden die Organe des Deichbandes nach den Bestimmungen der Ersten Wasserverbandverordnung von 1937 und seit 1991 nach denen des Wasserverbandsgesetzes gebildet. Statt dem Amtmann steht heute ein vom Vorstand vorgeschlagenes, vom Verbandsausschuss gewähltes und von der Aufsichtsbehörde berufenes Mitglied des Deichbandes an seiner Spitze.

Falls Sie wissen möchten, wer wann dem Deichband vorstand, verweisen wir auf den Artikel Vorsteher des I. Oldenburgischen Deichbandes seit 1856. Welche Bedeutung dem Deichschutz zukommt, wird besonders deutlich, wenn man sich Bilder vergangener Sturmfluten ansieht, so z.B. im Artikel Die Sturmflut von 1962.

 

Gemeinsame Sache von Bund, Land und Region

Ohne Geld geht es nicht. So zahlen alle Verbandsmitglieder Beiträge, deren Höhe sich nach dem Einheitswert von Grundstücken und Gebäuden richtet. Der Eigentümer eines Grundstücks mit Haus im Verbandsgebiet hat pro Jahr 0,8 Promille des Einheitswertes zu zahlen. Für ein normales Einfamilienhaus sind das etwa 20 Euro im Jahr. Insgesamt kommen so rund eine Million Euro im Jahr zusammen, die überwiegend für die Deichunterhaltung ausgegeben werden.

Die Finanzierung von Deicherhöhungen und –verstärkungen im Rahmen des Küstenschutzprogrammes wird über einen außerordentlichen Haushalt geregelt und zur Zeit zu 70% vom Bund und zu 30% vom Land Niedersachsen finanziert. Im Artikel 91a (1) des Grundgesetzes ist die Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes festgeschrieben. Danach werden u. a. die Kosten von Deicherhöhungen mindestens zur Hälfte vom Bund getragen. Die im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe bereitgestellten Mittel orientieren sich am Bedarf und schwanken somit jährlich. Die Mittel sind meist knapp bemessen, so dass stets nur die dringlichen Küstenschutzvorhaben in Angriff genommen werden können.

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